Qualität, Prüfungen und Konformitätsunterlagen
ZDSChem unterstützt Qualitätsmanager, technische Freigabestellen und Einkäufer bei der Bewertung industrieller Reparaturwerkstoffe, Schutzbeschichtungen, Industrieklebstoffe und Composite-Reparatursysteme. Qualitätsnachweise, Prüfungen und Dokumente werden dem konkreten Produkt, der Formulierung, dem Verwendungszweck und dem Zielmarkt zugeordnet.
Nachweise richtig einordnen
Welche Nachweise sind für die Lieferanten- und Produktfreigabe relevant?
Qualitätsmanagement, Laborprüfungen, Produktdokumentation und Konformitätsunterlagen erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Für eine belastbare Freigabe müssen die benötigten Nachweise getrennt bewertet und dem konkreten Beschaffungsvorgang zugeordnet werden.
Qualitätsmanagement
Geregelte Abläufe, Kontrollen, Dokumentenprüfung und Freigabe bilden die organisatorische Grundlage der Lieferantenbewertung.
Laborprüfungen
Thermische, mechanische und verarbeitungsbezogene Untersuchungen unterstützen die technische Bewertung einer bestimmten Formulierung.
Produktdokumentation
Technische und sicherheitsbezogene Informationen dienen der Prüfung von Einsatz, Handhabung und Beschaffung.
Konformitätsunterlagen
Produkt- und marktbezogene Unterlagen ermöglichen den Abgleich mit internen oder regulatorischen Freigabekriterien.
Zertifizierter Rahmen
Welche Bedeutung haben ISO 9001 und IATF 16949?
ZDSChem arbeitet mit nach ISO 9001 und IATF 16949 zertifizierten Qualitätsmanagementsystemen. Sie schaffen einen geregelten Rahmen für Prozesskontrollen und Dokumentationsschritte von der Anforderungsprüfung bis zur abschließenden Freigabe.
Die Zertifizierungen beziehen sich auf das
Qualitätsmanagementsystem.
Sie ersetzen keine produktspezifische
Prüfung, Zulassung oder Konformitätsbewertung.
Zertifizierungsumfang und konkrete
Produktanforderungen werden getrennt betrachtet.
Kontrollierte Freigabe
Wie verläuft die Qualitätskontrolle vom Auftrag bis zur Freigabe?
Der Qualitätsablauf umfasst sieben aufeinander abgestimmte Schritte. Die konkrete Ausgestaltung richtet sich nach Produkt, Formulierung, Auftrag, Prüfanforderungen und Dokumentationsbedarf.
01
Anforderungsprüfung
Produkt, Ausführung, Einsatzanforderungen und benötigte Dokumente werden erfasst und aufeinander abgestimmt.
02
Produktion
Der freigegebene Auftrags- und Formulierungsrahmen wird in die Herstellung überführt.
03
Inspektion
Relevante Merkmale und der Bearbeitungsstand werden innerhalb des Qualitätsablaufs kontrolliert.
04
Prüfung
Die für das Produkt und den Auftrag festgelegten Prüfanforderungen werden bearbeitet.
05
Verpackungskontrolle
Verpackung und auftragsbezogene Anforderungen werden vor der Freigabe geprüft.
06
Dokumentenprüfung
Technische, qualitätsbezogene und auftragsbezogene Dokumente werden auf Zuordnung und Vollständigkeit geprüft.
07
Freigabe
Nach Abschluss der vorgesehenen Kontrollen wird der Qualitätsablauf beendet.
Eindeutige Zuordnung
Warum sollten Dokumentenanforderungen frühzeitig feststehen?
Frühzeitig benannte Anforderungen ermöglichen die korrekte Zuordnung von TDS, SDS und anwendbaren Konformitätsunterlagen zur Produktvariante und zum Bestimmungsland. Die Kontrollkette bestätigt einen geregelten Ablauf, jedoch keine Unterlage oder Zulassung, deren Anwendbarkeit noch nicht geprüft wurde.
Produktbezeichnung und
Formulierungsvariante eindeutig angeben
Bestimmungsland und vorgesehenen Einsatz
benennen
Erwartete Dokumentenart und internes
Freigabekriterium festlegen
Thermische Analyse
Welche Werkstofffragen lassen sich mit DSC und DMA untersuchen?
DSC und DMA untersuchen unterschiedliche Werkstoffeigenschaften. Die geeignete Methode ergibt sich aus der Formulierung, der technischen Fragestellung, den Messbedingungen und dem vorgesehenen Einsatz. Verfügbare Prüfverfahren sind nicht mit einem produktspezifischen Prüfbericht gleichzusetzen.
BEFORE
Dynamische Differenzkalorimetrie
DSC dient der Untersuchung wärmeabhängiger Vorgänge in einem Werkstoff unter festgelegten Prüfbedingungen.
AFTER
Dynamisch-mechanische Analyse
DMA bewertet das dynamisch-mechanische Werkstoffverhalten unter veränderlicher mechanischer Beanspruchung.
Prüfbereiche
Wie werden mechanische Eigenschaften und Verarbeitung bewertet?
Zug-, Biege-, Rheologie- und Viskositätsprüfungen beantworten jeweils eigene Bewertungsfragen. Prüfumfang, Probenform, Bedingungen und Dokumentation werden produkt- und projektbezogen festgelegt; nicht jede Methode ist für jedes Produkt erforderlich.
Zugprüfung
Untersucht mechanische Eigenschaften eines Prüfkörpers unter einer festgelegten Zugbeanspruchung.
Biegeprüfung
Bewertet das Verhalten eines Prüfkörpers unter einer definierten Biegebeanspruchung.
Rheologiemessung
Untersucht das Fließverhalten einer Formulierung unter festgelegten Messbedingungen.
Viskositätsmessung
Erfasst einen für Verarbeitung und Formulierungsvergleich relevanten Fließkennwert.
Produktbezogene Prüfung
Wie sind REACH, RoHS, SGS, Halogenfreiheit und UL einzuordnen?
Anwendbare Unterlagen können je nach Produkt, Formulierung und Zielmarkt verfügbar sein. Eine pauschale Aussage für das gesamte ZDSChem-Sortiment ist nicht möglich. Entscheidend sind die konkrete Produktbezeichnung, Ausführung, Anforderung und gewünschte Dokumentenart.
REACH
REACH-Unterlagen werden anhand des konkreten Produkts, der Formulierung und der relevanten Anforderung geprüft.
RoHS
Die Anwendbarkeit von RoHS-Unterlagen richtet sich nach Produktzuordnung, Ausführung und Zielmarkt.
SGS
SGS bezeichnet eine Prüf- und Zertifizierungsorganisation, nicht eine einheitliche Produktanforderung.
Halogenfreiheit
Die Bewertung erfordert eine eindeutig benannte Anforderung und die zugehörige Bewertungsgrundlage.
UL
Für die Prüfung ist anzugeben, welche konkrete Dokumentation oder produktbezogene Einordnung benötigt wird.
Anforderung definieren
Welche Angaben bestimmen den Prüf- und Dokumentationsumfang?
Ein belastbarer Nachweisumfang entsteht aus Produkt, Formulierung, Verwendungszweck, Zielmarkt und interner Prüffrage. Erst die vollständige Zuordnung zeigt, ob Produktdokumente genügen oder zusätzliche Labor- und Konformitätsunterlagen zu prüfen sind.
Produkt
Genaue Bezeichnung, Modell oder ZDSChem-Produktfamilie nennen.
Formulierung
Konkrete Ausführung oder bekannte kundenspezifische Variante angeben.
Anwendung
Bauteil, Reparatur- oder Schutzaufgabe und vorgesehenen Verwendungszweck beschreiben.
Zielmarkt
Bestimmungsland und gegebenenfalls marktbezogene Freigabeanforderung benennen.
Prüffrage
Benötigte Eigenschaft, Prüfmethode oder internes Bewertungskriterium festlegen.
Dokument
TDS, SDS, Laborunterlage oder konkreten Konformitätsnachweis eindeutig bezeichnen.
Dokumente unterscheiden
Welchen Zweck erfüllen TDS, SDS und weitere Nachweise?
Dokumente mit unterschiedlichem Zweck dürfen bei einer technischen oder kaufmännischen Freigabe nicht gleichgesetzt werden. ZDSChem prüft die Zuordnung zur angefragten Produktvariante und zum vorgesehenen Bestimmungsland.
Technisches Datenblatt
Ein TDS enthält technische Produktinformationen für Auswahl und Bewertung.
Sicherheitsdatenblatt
Ein SDS stellt sicherheitsbezogene Informationen für das zugeordnete Produkt bereit.
Laborunterlage
Eine Laborunterlage bezieht sich auf eine definierte Prüfung unter festgelegten Bedingungen.
Konformitätsunterlage
Eine Konformitätsunterlage behandelt eine konkrete regulatorische, marktbezogene oder kundenspezifische Anforderung.
Nachweise prüfen lassen
Benötigen Sie Qualitäts- oder Konformitätsunterlagen?
Senden Sie uns Produktbezeichnung, Formulierungsvariante, vorgesehenen Einsatz, Bestimmungsland und Dokumentenanforderungen. Wir prüfen die Zuordnung und Verfügbarkeit der angefragten Unterlagen produkt- und projektbezogen.
FAQ
Häufig gestellte Fragen
ZDSChem arbeitet mit nach ISO 9001 und IATF 16949 zertifizierten Qualitätsmanagementsystemen. Sie bilden den organisatorischen Rahmen für Anforderungsprüfung, Produktion, Inspektion, Prüfung, Verpackungskontrolle, Dokumentenprüfung und Freigabe. Produktspezifische Zulassungen oder Konformitäten sind davon getrennt zu prüfen.
DSC dient thermischen Bewertungsfragen. DMA untersucht das dynamisch-mechanische Verhalten eines Werkstoffs. Prüfziel, Messgrößen, Bedingungen und Bewertungskriterien müssen für das konkrete Produkt, die Formulierung und den vorgesehenen Einsatz festgelegt werden.
Zug- und Biegeprüfungen behandeln mechanische Bewertungsfragen unter der jeweiligen Beanspruchung. Rheologie- und Viskositätsmessungen untersuchen das Fließ- und Verarbeitungsverhalten. Die technische Fragestellung bestimmt das geeignete Verfahren.
Nein. ZDSChem prüft die Verfügbarkeit und Anwendbarkeit für das konkrete Produkt, die Formulierung und den Zielmarkt. Dafür werden die genaue Anforderung, das Bestimmungsland und die gewünschte Dokumentenart benötigt.
Mindestens erforderlich sind Produkt oder Produktfamilie, Verwendungszweck, Bestimmungsland und benötigte Dokumentenart. Angaben zur Formulierungsvariante, Prüffrage und internen Freigabeanforderung ermöglichen eine genauere Zuordnung.
Ein TDS enthält technische Produktinformationen, ein SDS sicherheitsbezogene Angaben. Eine Laborprüfung untersucht eine definierte Werkstofffrage unter festgelegten Bedingungen. Eine Konformitätsunterlage bezieht sich auf eine konkrete regulatorische, marktbezogene oder kundenspezifische Anforderung.